Willkommen...

Matt mit Springer & Läufer

Dieses Endspiel ist eines der schwereren elementaren Endspiele.
Mit dieser Figurenkonstellation gewinnt man, bei beiderseitigem
besten Spiel, in spätestens 35 Zügen.

Wichtig zu wissen ist, daß der König nur in der Ecke mattgesetzt werden kann,die die Felderfarbe des Läufers hat.
Damit ergibt sich folgender Plan:
1. König an den Rand drängen
2. König in die Ecke drängen, deren Eckfeld der Läufer beherrscht
3. den eigenen König einen Springerzug entfernt vom Eckfeld aufstellen
4. mit Springer und Läufer mattsetzen
Vieles davon erinnert an das Matt mit zwei Läufern, da der König jedoch in eine Ecke mit einer bestimmten Feldfarbe getrieben werden muß, ist dieses Matt etwas schwieriger.
Hinweise zur Durchführung :
1. Der gegnerische König flüchtet zunächst in die "falsche" Ecke und muß von dort in die "richtige" Ecke getrieben werden.
2. Der letzte Zug vor dem Matt ist immer ein Springerschach, zur Not wird ein Abwartezug eingefügt.
3. Bei diesem Endpiel muß man auf die 50-Züge-Regel achten, wenn man den König einmal entwischen läßt, kann es schon zu spät sein. Also Vorsicht!


springermatt

Wichtig an dieser Ausgangssituation, der weiße König und der weiße Läufer befinden sich im Zentrum. Diese beiden Figuren werden die Hauptarbeit dabei leisten, den schwarzen König an den Rand zu drängen. Der Springer wird bei diesem Manöver nur eventuelle Löcher stopfen. Durch den Läufer wird das Brett quasi in vier Dreiecke zerschnitten (siehe Pfeile im Diagramm), in einem dieser Dreiecke wird der schwarze König nun eingesperrt.
Anschließend wird dieses Dreieck immer weiter verkleinert, dabei drängt der weiße König seinen Gegenüber immer weiter zurück, während der weiße Läufer die längste Seite des Dreiecks (in der Mathematik auch Hypotenuse genannt) bildet.
1. Kd4 Kb4 2. Ld3 Kb3
Das Dreieck um den schwarzen König wird immer kleiner, er muß
schon bedrohlich nahe an den Rand.

springermatt1
2. Sc2 Kb2 3. Kc4 Kb1 4. Kc3 Ka2 5. Lc4+ Kb1 6. Lb3
Ein Abwartezug, jetzt muß der König nach c1, es bleibt kein
anderes Feld. 7. ... Kc1
Nun ist der König am Rand gefangen, wenn auch in der
sogenannten "falschen" Ecke. Jetzt muß er nur noch in die Ecke mit der Grundfarbe des Läufers getrieben werden, hier beginnt nun die zweite Phase :

springermatt2
8. La2 Kd1 9. Sd4 Ke1
An dieser Stelle hat der schwarze König die Wahl zwischen der
aktiven Verteidigung mit Ke1 und der passiven Verteidigung mit
Kc1, welche folgendermaßen weitergeht (hier nur die Züge weil es die einfachere Variante ist,die Vorgehensweise aber gleich mit der nächsten Variante,wo auch genauer erklärt wird.) 9...Kc1 10.Se2+ Kd1
11.Kd3 Ke1 12.Ke3 Kd1 13.Lb3+ Ke1 14.Sf4 Kf1 15.Ld1 Ke1
16.Lf3 Kf1 17.Le2+ Kg1 18.Kf3 Kh2 19.Kf2 Kh1 20.Kg3 Kg1
21.Sh3+ Kh1 22.Lf3#


10.Kd3 Kf2
Der König startet einen Ausbruchsversuch aus seinem Gefängnis.
11.Se2 Kf3 12.Le6

springermatt3
Jetzt sind dem König die Fluchfelder abgeschnitten, es bleibt ihm
nicht anderes, als sich weiter in die Ecke drängen zu lassen.
12.... Kf2 13.Ld5 Ke1 14.Ke3 Kd1 15.Lb3+ Ke1 16.Sf4 Kf1 17.Lc2 Ke118.Sg2+ Kf1 19.Kf3 Kg1 20.Ld3 Kh1 21.Kg3

springermatt4
Jetzt ist der weiße König auf seinem Endfeld, einen Springerzug
vom Feld auf dem das Matt erfolgt, erreicht. Wenn man den Weg des Springers in dieser zweiten Phase nachvollzieht, so sieht man, daß seine Züge den Buchstaben W ergeben ,auch wenn dieses in unserem Fall auf dem Kopf steht. Dieses W-Manöver (Sc2-d4-e2-f4-g2) des Springers ist typisch für
dieses Endspiel.
21.... Kg1 22.Sf4 Kh1 23.Le2
Ein Abwartezug, der Läufer muß noch das Feld f1 im Auge behalten.
23.... Kg1 24.Sh3+
Das oben angesprochene Springerschach einen Zug vor dem Matt.
24.... Kh1 25.Lf3#

Ein solches Endspiel sollte man vermeiden,obwohl nach einigem üben,auch dieses nicht mehr so ganz schwierig ist.

Nach oben

2011 by Peter Kesselheim Impressum